Ihre Quick Ratio verstehen
Die folgenden Bänder spiegeln gängige Faustregel-Konventionen der Jahresabschlussanalyse zur Interpretation der Quick Ratio wider.
| Quick Ratio | Übliche Bezeichnung | Was sie signalisiert |
|---|---|---|
| 1,5 oder höher | Stark | Liquide Vermögenswerte übersteigen die kurzfristigen Verbindlichkeiten komfortabel, ohne dass Vorräte verkauft werden müssen. |
| 1,0 – 1,49 | Angemessen | Liquide Vermögenswerte liegen nahe an oder etwas über den kurzfristigen Verbindlichkeiten. |
| Unter 1,0 | Schwach | Die kurzfristigen Verbindlichkeiten übersteigen die liquiden Vermögenswerte; Vorräte müssten verkauft werden, um sie zu decken. |
- Diese Bänder spiegeln weit verbreitete Faustregel-Konventionen der Jahresabschlussanalyse wider und keinen einzelnen universellen regulatorischen Standard; akzeptable Quick Ratios variieren je nach Branche.
- Ein Unternehmen mit tatsächlich schnell drehenden, leicht verkäuflichen Vorräten, etwa viele Einzelhändler, kann problemlos mit einer niedrigeren Quick Ratio operieren, als diese Faustregel nahelegt, da die Current Ratio diese Vorräte bereits berücksichtigt.
Was ist die Quick Ratio?
Die Quick Ratio entfernt Vorräte aus dem Umlaufvermögen, bevor das Ergebnis mit den kurzfristigen Verbindlichkeiten verglichen wird, da Vorräte typischerweise das am wenigsten liquide Umlaufvermögen sind — sie können Zeit zum Verkauf benötigen und bei schnellem Verkauf möglicherweise nicht ihren vollen Buchwert erzielen. Die verbleibende Größe, Quick Assets genannt, soll Vermögenswerte darstellen, die sich vernünftigerweise kurzfristig in Barmittel umwandeln lassen, etwa Kassenbestand, marktgängige Wertpapiere und Forderungen.
Dieser Rechner verwendet die vereinfachte Formel Umlaufvermögen minus Vorräte. Die Literatur zur Jahresabschlussanalyse beschreibt auch eine äquivalente, detailliertere Formel, die Kassenbestand, marktgängige Wertpapiere und Forderungen direkt summiert; beide Ansätze liefern dasselbe Ergebnis, wenn das Umlaufvermögen ausschließlich aus Kassenbestand, Wertpapieren, Forderungen, Vorräten und ähnlich liquiden Posten besteht.
So verwenden Sie diesen Quick-Ratio-Rechner
- Geben Sie das Umlaufvermögen ein — Kassenbestand, Forderungen, Vorräte und andere kurzfristige Vermögenswerte.
- Geben Sie die Vorräte ein — den Teil des Umlaufvermögens, der als Vorräte gehalten wird.
- Geben Sie die kurzfristigen Verbindlichkeiten ein — innerhalb eines Jahres fällige Verpflichtungen.
- Lesen Sie die Quick Ratio und den Dollarwert der Quick Assets ab.
Die Formel hinter der Quick Ratio
Die Quick Assets werden berechnet, indem die Vorräte vom Umlaufvermögen abgezogen werden. Die Quick Ratio teilt dann die Quick Assets durch die kurzfristigen Verbindlichkeiten, was ein strengeres Liquiditätsmaß als die Current Ratio ergibt.
Häufige Fehler
- Die Quick Ratio austauschbar mit der Current Ratio zu verwenden — die Quick Ratio schließt Vorräte bewusst aus, da diese typischerweise das am wenigsten liquide Umlaufvermögen sind.
- Zu vergessen, dass ein Unternehmen mit schnell drehenden, leicht verkäuflichen Vorräten auch mit einer Quick Ratio unter 1,0 problemlos zurechtkommen kann, da die Current Ratio diesen Fall bereits berücksichtigt.
- Einen Vorratswert einzugeben, der größer als das Umlaufvermögen ist, was eine negative und bedeutungslose Quick-Assets-Zahl ergibt.
- Eine punktuelle Quick Ratio als vollständigen Liquiditätstrend zu behandeln — Kreditgeber und Analysten prüfen die Kennzahl typischerweise über mehrere Perioden hinweg.
Häufig gestellte Fragen
Was ist die Quick Ratio?
Die Quick Ratio, auch Acid-Test-Ratio genannt, misst, ob die liquidesten Vermögenswerte eines Unternehmens — Kassenbestand, marktgängige Wertpapiere und Forderungen — die kurzfristigen Verbindlichkeiten decken können, ohne Vorräte zu verkaufen. Sie wird berechnet als (Umlaufvermögen − Vorräte) ÷ kurzfristige Verbindlichkeiten.
Warum schließt die Quick Ratio Vorräte aus?
Vorräte sind typischerweise das am wenigsten liquide Umlaufvermögen: Ihr Verkauf kann Zeit beanspruchen, und ein schneller Verkauf erzielt möglicherweise nicht den vollen Buchwert. Der Ausschluss ergibt ein strengeres, konservativeres Liquiditätsmaß als die Current Ratio.
Was ist eine gute Quick Ratio?
Eine Quick Ratio von 1,5 oder höher wird in der Jahresabschlussanalyse üblicherweise als stark bezeichnet, während 1,0 bis 1,49 oft als angemessen gilt. Akzeptable Werte variieren je nach Branche und danach, wie schnell sich die Vorräte eines Unternehmens typischerweise verkaufen.
Was ist der Unterschied zwischen Quick Ratio und Current Ratio?
Die Current Ratio bezieht Vorräte in das Umlaufvermögen ein. Die Quick Ratio zieht Vorräte zunächst ab, was ein strengeres Maß dafür ergibt, wie gut die liquidesten Vermögenswerte allein die kurzfristigen Verbindlichkeiten decken.
Kann die Quick Ratio unter 1,0 liegen und trotzdem in Ordnung sein?
Ja, insbesondere bei Unternehmen mit schnell drehenden, leicht verkäuflichen Vorräten, etwa vielen Einzelhändlern. In solchen Fällen ist die Current Ratio, die Vorräte einbezieht, oft ein relevanteres Liquiditätsmaß als die Quick Ratio allein.
Quellenangaben
- Financial Accounting Standards Board (FASB). Accounting Standards Codification, Topic 210, Balance Sheet. fasb.org.
- U.S. Small Business Administration. Understanding financial statements. sba.gov.
- Fridson MS, Alvarez F. Financial Statement Analysis: A Practitioner's Guide. Wiley.
- Brealey RA, Myers SC, Allen F. Principles of Corporate Finance. McGraw-Hill Education.